Wochenplanung als Familie - yay or nay?


  • Du siehst, was ansteht – und vergisst keine Geburtstagseinladung oder Zahnarzttermine mehr.

  • Dein Schulkind bekommt Struktur – und weiß, wann Hausaufgaben, Freizeit oder TV-Zeit dran sind.

  • Dein Kindergartenkind wird mit einbezogen – auch wenn der Alltag noch verspielter ist.

  • Alle Wünsche finden Platz – und Pflichten verlieren ihren Schrecken.

Gemeinsam planen

1. Kindgerecht, sichtbar, flexibel

Besorge dir einen gut sichtbaren Wochenplaner für die Wand oder nutze Apps wie „Trello“ oder „Familonet“.
Wichtig: Alle Familienmitglieder haben ihren eigenen Bereich – z. B. in Farben.


2. Familien-Check-in am Sonntag

Trefft euch kurz am Sonntagabend für euer „Mini-Familienmeeting“:

  • Was steht in der Woche an?

  • Wer braucht was (Turnbeutel, Verkleidung, Sonnencreme…)?

  • Was wünscht sich jedes Kind für die Woche?

  • Wo ist noch Luft für Familienzeit?

💡 Tipp: Auch Kindergartenkinder können mitplanen – z. B. „Was wollen wir am Freitag unternehmen?“ oder „Welches Essen wünschst du dir?“.

Kategorie Was kommt rein?
Schule Stundenplan, Hausaufgaben, AGs, Vokabeltests
Kita Bring- & Abholzeiten, Ausflüge, Wechselwäsche mitbringen
Freizeit Verabredungen, Hobbys, gemeinsame Aktivitäten
Haushalt Wer bringt Müll raus, Wäsche, Aufräumen
Mahlzeiten Wochenspeiseplan – gern mit Kindervorschlägen
Medienzeiten Wann darf geguckt oder gespielt werden?

3. Realistische Hausaufgabenplanung fürs Schulkind

In der Grundschule gibt’s (fast) täglich Hausaufgaben. Also: lieber fest einplanen statt überraschen lassen.

Beispiel:

Tag Hausaufgabenzeit
Mo–Do 15:00–15:30 Uhr
Freitag ggf. Vokabeln oder Projekt
Wochenende Lernfrei oder Wiederholen nach Bedarf

🏷️ Währenddessen kann das Kindergartenkind malen, puzzeln oder eine kurze Hörspielzeit haben – Hauptsache, du bist verfügbar für Fragen.


4. Mahlzeiten planen – gemeinsam & unkompliziert

Ein Wochenessensplan ist ein echter Gamechanger. So vermeidest du spontane Supermarkt-Notkäufe und „Was soll ich kochen?“-Stress.

Montag bis Freitag: einfache Alltagsgerichte
Samstag & Sonntag: Wunschgerichte oder Familienkochzeit

Beispiel:

Tag Gericht
Montag Nudeln mit Tomatensoße
Dienstag Pfannkuchen mit Apfelmus
Mittwoch Kartoffeln, Ei & Spinat
Donnerstag Gemüse-Couscous
Freitag Pizza 
Samstag Familien-Brunch / Picknick
Sonntag Kinder-Wunschgericht

Lass die Kinder 1–2 Lieblingsgerichte beisteuern – das steigert die Essenslust (und die Kooperationsbereitschaft).


5. Medienzeiten klar regeln (und entspannter erleben)

Statt täglich zu verhandeln: Medienzeiten einfach in den Wochenplan integrieren.

Beispiel für ein Schulkind (ca. 1. Klasse):

  • Dienstag & Donnerstag: 30 Minuten Tablet oder Serie

  • Samstag: Filmzeit mit Eltern

  • Montag, Mittwoch, Freitag: Brettspiele 

Das Kindergartenkind? Guckt mit – oder bekommt eigene Hörzeit. Wichtig: Klare Regeln machen alle entspannter.


6. Freizeit UND Pflichten: Die Balance zählt

Kinder brauchen freie Zeit – aber auch Verantwortung. Auch Kindergartenkinder können kleine Aufgaben übernehmen („Tisch decken“, „Schuhe sortieren“).

Familienpflichten in die To Do-Liste einplanen:

Tag Wer macht was?
Montag Schulkind: Zimmer aufräumen
Dienstag Kita-Kind: Spielzeug einsortieren
Mittwoch Gemeinsam: Wäsche falten
Donnerstag Eltern: Großeinkauf / Menüplan
Freitag Alle: Wohnung aufräumen

💡 Tipp: Ein gemeinsamer Putz- oder Aufräum-Sprint mit Musik macht aus Pflichten ein Spiel.


7. Raum für Spontanität – trotz Plan

Die schönste Planung bringt nichts, wenn alle gestresst sind. Deshalb: auch mal Raum lassen für:

  • „Wir lassen das Training heute ausfallen und machen Picknick.“

  • „Heute machen wir einfach mal nix.“

  • „Das Wetter ist gut? Raus mit uns!“

Der Plan soll helfen – nicht diktieren.

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